Altersarmut – Rentendebatte bewegt Jung und Alt

Stichwort Altersarmut wird gern in politische Debatten aufgenommen, sobald Wahlen vor der Tür stehen. Werden hier Ängste vor der Zukunft geschürt? Doch was versteht man unter Altersarmut? Ein ernstes Thema, von dem viele Menschen betroffen sein werden.

Altersarmut fängt in jungen Jahren an

Wer nicht rechtzeitig vorsorgt, hat im Alter nur wenig zur Verfügung. Aktuelle Medien berichten, dass rund 5,6 Millionen Menschen über 55 Jahre von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind. All jene, deren Jahreseinkommen weniger als 60 % des Durchschnittseinkommens der Bevölkerung beträgt, können von diesen düsteren Aussichten betroffen sein. Für die Jahre 2014 und 2015 werden Summen von rund 34.900 bzw. 35.000 Euro als Durchschnittseinkommen genannt. Altersarmut fängt jung an. Nicht verwunderlich, dass Sorgen um das Einkommen im Alter Jung und Alt bewegen. Besonders Selbstständige, Alleinerziehende und Menschen mit Behinderung drohen perspektivisch ebenso in zukünftige Altersarmut zu geraten wie junge Menschen mit prekären Jobs. Viele stecken in Arbeitsverhältnissen mit niedrigen Löhnen oder Dauer- bzw. Festanstellung sowie fehlender Absicherung durch die Sozialversicherung. Selbst wer 45 Jahre bei einem derzeitigen Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde arbeitet, ist vor Altersarmut nicht sicher.

Altersarmut ist auch ein Generationskonflikt

Sich bereits in jungen Jahren zum Schutz vor Altersarmut mit einem möglichen Einkommen im Rentenalter zu beschäftigen, ist eine sinnvolle Lebensplanung. Umfragen, wie im Video gezeigt, belegen jedoch, dass sich kaum Gedanken an später gemacht werden. So kann durchaus vermutet werden, dass nur wenige junge Menschen eine entsprechende Vorsorge betreiben. Sofern sich das Bevölkerungswachstum wie bisher weiter entwickelt, wird es nicht mehr genug Arbeitende geben, die die Rente bezahlen können. Prognosen über die Entwicklung der Geburtenraten oder Bevölkerungswachstum durch Zuwanderung können nur sehr vage erfolgen und daher nicht für spätere Rentenzahlungen herangezogen werden. Lieber nicht arm dran, doch bereits jetzt leben viele Menschen an der Armutsgrenze. So ist die Frage, die der Sozialverbund Deutschland stellt, ob Altersarmut ein Problem ist, durchaus berechtigt.

gesponsert vom SoVD

Foto: Alexas_Fotos, pixabay

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Marianne Rauch und ihre Sicht der Dinge…
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