Jüngling am Spieß – Oder Verzicht am Veggietag

 

Spanferkel, ab 15 Kilo, knusprig am Spieß gebraten. Auf Wunsch auch dekoriert…

 Vor nicht allzu langer Zeit wäre mir nichts Besonderes an dieser Aufschrift eines Werbeplakates aufgefallen. Doch seitdem ich mich intensiver mit gesunder, vor allem aber mit fleischloser Ernährung auseinander setze, empfinde ich diese Aufschrift äußerst makaber. Was haben wir Menschen doch für ein Glück! Wir sind die Wesen mit der höheren Intelligenz! Nicht auszudenken, wenn mehr Intelligenz bei den Tieren vorhanden wäre…

Wenn es umgekehrt wäre…

Man stelle sich vor, es wäre umgekehrt und nicht ein Ferkel würde knusprig am Spieß gebraten, sondern ein Jüngling. Auf Wunsch auch dekoriert… Oder Tiere würden uns Menschen, nur ausgewählte Spezies natürlich, mästen, schlachten und verspeisen. Wie gut, dass die Natur es offensichtlich anders wollte! Tiere, die von Menschen als sogenannte Nutztiere gehalten und verspeist werden, haben keinen denkenden Verstand. Leider! Sonst würden sie erkennen, mit welcher Grausamkeit, mit welcher Skrupellosigkeit, mit welcher Herzlosigkeit, mit welcher Geldgier sie getötet und massenhaft verspeist werden.

Ein Tag als Veggie-Tag

Wem von uns Menschen kann es ernsthaft wehtun oder gar schaden, einen Tag in der Woche auf Fleisch zu verzichten? Verhungern wird niemand. Warum dann dieser Aufschrei beim Vorschlag von Renate Künast, der es durchaus verdient, ihn in Betracht zu ziehen? Ein Veggietag in der Woche in Kantinen und Mensen der Bundesrepublik. Kann es etwas Vernünftigeres geben? Doch kaum vorgeschlagen, hagelt es Proteste. Mir scheint, dabei geht es weniger darum, etwas appetitlich Vegetarisches vorgesetzt zu bekommen als eher um das Prinzip, sich in der Essensfrage nichts vorschreiben lassen zu wollen. Und das, obwohl inzwischen jeder wissen müsste, wie traurig das Schicksal jedes einzelnen Tieres ist, welches auf unseren Tellern landet.Einengung der freien Entscheidungsgewalt, Eingriff in die Privatsphäre – man fühlt sich bevormundet.

Der Mut und der Wille, die Augen zu öffnen und bei Missständen nicht wegzusehen, ist eben nur Wenigen beschieden.

Fotos: PublicDomainPictures, Hans, pixabay

 

 

 

 

SocialPosition

Marianne Rauch und ihre Sicht der Dinge…
Bloggerin bei SocialPosition, Standort Berlin
„In jedem Einzelnen von uns steckt die Kraft, Veränderungen in unserer Welt positiv zu beeinflussen.“

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