Keime, Bakterien und Co – Norovirus in Erdbeeren

Schon bei der Recherche zu diesem Artikel beschleicht mich das ungute Gefühl, der Virus lauert heimlich überall. Bereit, sich hinterhältig auf mich zu stürzen, um mir unangenehmste Brech- und Durchfall-Atacken zu bescheren. Denn in der Tat, der Virus, hat er sich erst einmal auf Türklinken, Gläser, Toilettendeckel oder andere Gebrauchsgegenstände niedergelassen, kann dort unentdeckt bis zu zwölf Tagen überleben. Selbst Kälte und Hitze trotzt er. Minus 20 Grad, sogar 60 Grad plus, lassen ihn völlig unbeeindruckt.

Was löst solch ungute Gefühle in mir aus?

Nun, die Rede ist vom Norovirus. Jenem Virus, der kürzlich mehr als 11.000 Menschen, vor allem Kinder und Jugendliche in Kindergärten und Schulen, erkranken ließ. Zunächst wurde von 4.000 Kindern berichtet, die durch die Aufnahme des Schulessens dem Virus erlagen. Fieberhaft wurde nach der Ursache gesucht. Derweil stieg die Zahl der Krankmeldungen. Verdacht fiel auf den Caterer Sodexo, Lieferant für Großküchen. Nicht nur für Schulen und Kindergärten, sondern auch für Senioreneinrichtungen, Kliniken und Unternehmen.

Tiefkühl-Erdbeeren aus China

Verseuchte Tiefkühl-Erdbeeren aus China sollen, mit hoher Wahrscheinlichkeit (so ntv), Schuld an der Epedemie gewesen sein. Zitat einer Sprecherin des Bundesverbraucherschutzministeriums in ntv:

 Wir haben einen positiven Befund in einer Packung der betroffenen Erdbeeren

Nun geht es um die Frage nach einer Entschädigung für die Betroffenen. Sodexo will sich dazu allerdings noch nicht äußern. Der Abschlussbericht der Behörden müsse noch abgewartet werden. Ob jedoch die leidtragenden Kinder und Jugendlichen, oder gar die Schulen und Kindertagesstätten auf eine Entschädigung hoffen können, ist offensichtlich derzeit noch nicht geklärt.

Norovirus – Ursache für starken Brech-Durchfall

Der Norovirus ist kein Unbekannter. Besonders gern schlägt er in den Wintermonaten zu. Auch wenn es dem Erkrankten schwerfallen wird: Der Gang zum Arzt ist unvermeidlich, denn es besteht eine Meldepflicht. Weltweit trieb der Virus sein Unwesen bei über 300 Millionen Menschen. Im vergangenen Jahr wurden vom Robert-Koch-Institut allein in Berlin rund eine Million Erkrankungen erwartet. Gegenmaßnahmen gibt es nicht, ebenso wenig vorbeugende Medikamente. So wird zur gesunden Hygiene sowie zum gründlichen Händewaschen geraten. Zu guter Letzt stellt sich mir die Frage: Warum Erdbeeren aus China?

Foto: robertobarresi, pixabay

 

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