Missbrauch und Kinderprostitution – Realität und Fiktion

Missbrauch und Kinderprostitution sind weltweit für Millionen Kinder traurige Realität. Wer hier nur an bestimmte Länder denkt, irrt, denn auch in Deutschland sind Kinder und Jugendliche betroffen.

Missbrauch und Kinderprostitution bedeuten die zwangsweise Ausbeutung von Jungen und Mädchen für sexuelle Handlungen. Kinderpornografie, Missbrauch und Kinderprostitution greifen seit Jahren um sich und verbreiten sich immer mehr. Der riesige Markt , die Nachfrage nach Sex mit Minderjährigen, beschert denen, die die Fäden als Zuhälter und Bordellbesitzer fest in der Hand halten, enorme Gewinnspannen. Die Sexindustrie scheint nicht aufzuhalten zu sein, das Leid der Kinder zählt nicht. Deutschland kann sich von diesen Machenschaften nicht freisprechen, denn auch hierzulande existiert sexuelle Gewalt der sexuelle Missbrauch an Kindern.

Missbrauch und Kinderprostitution – Themen im Fernsehfilm

Wer den Film „Operation Zucker“ gesehen hat, bekam einen realistischen Einblick in sexuelle Abgründe, die sich durch alle, oft jedoch durch höhere  Gesellschaftsschichten ziehen und meist hinter verschlossenen Türen abspielen. Ina Jung, Autorin beim Bayerischen Rundfunk, schrieb gemeinsam mit Friedrich Ani das Drehbuch zum Fernsehfilm, der die Situation Missbrauch und Kinderprostitution laut Jung nur im Schongang wiedergibt. Die Realität sehe weitaus schlimmer aus. Misshandlung und sexueller Missbrauch, Themen, über die die Autorin seit Jahren recherchiert.

Kinder und Jugendliche als sexuelle Ware

Menschenhandel, Zwangsprostitution, Menschen wie Sklaven verkaufen und misshandeln. Lukrative Geschäfte mit kriminellen Hintergrund. Doch auch unter deutschen Dächern spielt sich so einiges ab. Kinder werden oft von den eigenen Eltern, nahen Verwandten oder Freunden missbraucht. Aus Scham und Angst lassen sie es geschehen, wissen oft selbst nicht, was da eigentlich geschieht. Kommen Faktoren wie z. B. finanzielle Not, Alkoholsucht oder zerrüttete Familienverhältnisse dazu, scheint der „Verkauf“ der eigenen Kinder als Sexsklaven als einziger Ausweg. Auch das umgekehrte Szenario ist traurige Realität. Häufig wählen Kinder und Jugendliche mit Erlebnissen durch sexuellen Missbrauch den Weg in die Prostitution. Vermeintlich, um den zerrütteten Verhältnissen zu entgehen. Missbrauch und Kinderprostitution – ein teuflischer Kreis mit einer hohen Dunkelziffer.

Wenn Kinder zur Prostitution erzogen werden

Auch das scheint keine Fiktion zu sein. Schlimmer noch, laut der Autorin Jung sollen Kinder sogar explizit für den Menschenhandel gezeugt werden. Ebenso werden Kinder von den Eltern an ihre zukünftigen Peiniger verkauft. Zudem nennt Jung eine Zahl: Laut Kriminalstatistik soll in Deutschland alle 37 Minuten ein Kind missbraucht werden. Das Ausmaß, der Sumpf von Gewalt, Missbrauch und Kinderprostitution, die Verstrickungen der Beteiligten sind, sofern man sich nicht intensiv mit dieser Thematik befasst, kaum vorstellbar. Doch auch dann bleibt es schwer begreifbar, was Menschen anderen Menschen, sprich, den schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft, antun.

Missbrauch und Kinderprostitution – Realität und Fiktion

Die Realität hat der Fiktion den Fakt voraus, dass das Grauen tatsächlich passiert. Die Fiktion, wie sich ein kindlicher sexueller Missbrauch, das Hineinwachsen in die Prostitution – gesteuert von der eigenen Mutter – abspielen könnte, spiegelt sich in dem Psychothriller Träum süß stirb schnell von der Autorin Marianne Rauch wieder. Die oben geschilderte Thematik von Missbrauch und Kinderprostitution findet in der gemeinsamen Prostitution von Mutter und Tochter in den heimischen vier Wänden ihren Schauplatz. Leser und Leserinnen begleiten dabei die Tochter von Kindesbeinen an, lernen die veränderte Psyche der Protagonistin kennen und nehmen Teil an grausigen Erlebnissen der Vergangenheit sowie Gegenwart. Ein packendes Psychodrama, welches neben einer Rache getränkten Vergangenheitsbewältigung die seelischen Wunden der erwachsenen Tochter aufzeigt.

 

 

Foto: Alexas_Fotos, pixabay

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