Mütterrente – Forderung nach Gleichbehandlung

Die Mütterrente trat am 01.07.2014 in Kraft. Sinn und Zweck der Mütterrente ist, die Lebensleistung von Müttern und Vätern bei der Kindererziehung zu würdigen.

Mütterrente – wo bleibt Gleichbehandlung der Kindererziehungszeiten?

Die Mütterrente ist eine gute Sache – Müttern bzw. Vätern, die sich um die Erziehung ihrer Kinder gekümmert haben, erhalten mit der Mütterrente eine Anerkennung für ihre Lebensleistung. Doch wenn es schon eine Mütterrente gibt, warum dann nicht für alle, die ihre Lebenszeit der Kindererziehung widmen, mit den gleichen Bedingungen? Derzeit werden nämlich für Kinder, die nach dem 01.01.1992 geboren wurden, automatisch drei Jahre Kindererziehungszeit auf die gesetzliche Rente angerechnet. Für Kinder, die vor diesem Stichtag das Licht der Welt erblickten, werden – auf Antrag wohlgemerkt -seit 01.07.2014 nur zwei Jahre angerechnet. Davor addierte sich nur ein Jahr Kindererzeihungszeit zum Rentenkonto. Gerecht kann dies nicht sein. Dazu kommen noch die Ost-West-Unterschiede. Während in den neuen Bundesländern ein Entgeltpunkt pro Kind für die Mütterrente 27,05 Euro ausmacht, sind es in den alten Bundersländern 29,21 Euro. Kinder sind unsere Zukunft. Jeder Mutter sei an dieser Stelle ans Herz gelegt, ihren eigenen Rentenanspruch bei der Deutschen Rentenanstalt prüfen zu lassen.

Unterschriftensammlung – Stimmen für eine gerechte Mütterrente

Die Mütterrente würdigt Mütter und Väter für die Kindererziehung. Seit Juli 2014 gibt es sie. Die Anerkennung der Mütterrente auf die gesetzliche Rente berücksichtigt Kindererziehungszeiten und trägt zur Verbesserung der Rentenleistung bei. Doch die bestehenden Ungerechtigkeiten bei der Mütterrente können als nichts anders als eine Diskriminierung aller Betroffenen betrachtet werden! Verbände wie der SoVD (Sozialverband Deutschland e.V.), die Gewerkschaft Ver.di, der Deutsche Frauenrat sowie der Ostdeutsche Sozial- und Wohlfahrtsverband Volkssolidarität sind für eine gerechte Mütterrente mit einer Unterschriftenaktion unterwegs. Die Unterschriften werden für die Forderung der Gleichbehandlung von Kindererziehungszeiten bei der Rente gesammelt. Denn neben der Markierungslinie des Geburtsjahres 1992 sind derzeit tausende Adoptiv- und Pflegeeltern massiv benachteiligt. Die wesentlichen Fakten zur Ungleichbehandlung hinsichtlich der Mütterrente sowie konkrete Forderungen können auf nachfolger Unterschriftensammlung zusammenfassend nachgelesen werden. Am 01.06.2016 wird die Unterschriftensammlung der Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben.

Foto: PublicDomainPictures, pixabay

2 Gedanken zu “Mütterrente – Forderung nach Gleichbehandlung

  1. ich denke, dass Mütter noch mehr Anerkennung rententechnisch erhalten sollten. Man darf nicht vergessen, dass wenn keine Kinder geboren werden, auch niemand in Zukunft in die Rentenkasse einzahlt. Lg Romy

  2. Wenn man sich einmal anschaut, was Mütter aufgeben und das über eine ganz lange Zeit, dann sollte sich dies zumindest in der Rente wieder spiegeln, damit Mütter keine Nachteile dadurch haben, dass sie sich um ihre Kinder gekümmert haben.

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