Nein zur Frauenquote – Es bleibt, wie es war

Nun ist es also amtlich. Keine Frauenquote in deutschen Aufsichtsräten. Was immer sich die Politiker, männlich sowie weiblich dabei gedacht haben mögen, sie werden ihre Gründe für das deutliche Nein in dieser heiklen Angelegenheit haben. So wird seit Jahren über die Besetzung von Frauen in den höchsten Führungsebenen diskutiert. Befürworter scheinen überhaupt nur eine Chance für Frauen in dieser Stellung zu sehen, sofern dies per Gesetz angeordnet wäre. Denn freiwillig nehmen die männlichen Aufsichtsratsmitglieder offensichtlich keine weiblichen Mitstreiter in ihre Reihen auf.

Doch warum wehren sich die Männer so sehr?

Heißt es nicht so vielversprechend, bei gleicher geeigneter Qualifikation bei Mann oder Frau stünde einer Frau ebenfalls die Besetzung einer Stelle zu? Besetzungen zugunsten der Frauen mögen sich in kleinen bis mittelständischen Unternehmen, wenn überhaupt, schon ereignet haben. Doch je höher und einflussreicher die Ebenen werden, desto dünner werden sie. Frauen scheinen dort nichts verloren zu haben. So war dann in der heutigen Bundestagsdebatte auch von Kompromiss die Rede. Der Kompromiss, eine 30prozentige Frauenquote in Führungsebenen bis 2020 einzuführen. Also erst in gut sieben Jahren auch Frauen am runden Tisch bei finanzpolitischen Strategien und Entscheidungen mitwirken zu lassen.

Hoffen auf 2020?

Doch selbst wenn heute ein klares Ja für die Quote beschlossen worden wäre, so bleibt für mich die Frage: Warum eine Umsetzung der Quote erst im Jahre 2020? Dauert es wirklich so lange, um Frauen auch in den hohen Führungsebenen Karrieren zu ermöglichen? Offensichtlich wird selbst dieser zunächst angestrebte Anteil einer Frauenbesetzung nicht gern vom einflussreichen Patriarchat gesehen. Ohne gesetzliche Regelung wird sich daran wohl nichts ändern. Die nächsten Jahre scheinen jedenfalls für die Herren in geschneiderten Maßanzügen gesichert. Qualifizierte Frauen, von bisher ganz wenigen Ausnahmen in Führungsebenen abgesehen, werden vorerst nicht die gewohnte Ordnung in der geschlossenen Männerdomäne durcheinander bringen.

Frauen kämpfen für Frauen

Es waren seit jeher Frauen, die für die Rechte der Frauen kämpften. Die Geschichte zeigt, dass dieser Kampf leider immer wieder notwendig ist und war. Von Gleichberechtigung der Frauen zu reden ist eine Sache. Sie auch umzusetzen, eine andere. Schade, dass unsere Politikerinnen das anders zu sehen scheinen. Die heutige Debatte zeigt dies deutlich.

Foto: geralt, pixabay

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Marianne Rauch und ihre Sicht der Dinge…
Bloggerin bei SocialPosition, Standort Berlin
„In jedem Einzelnen von uns steckt die Kraft, Veränderungen in unserer Welt positiv zu beeinflussen.“

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