Nie mehr ohne – Urlaub mit Ersatzbrille

Nie mehr ohne…

Es passierte während einer meiner Kurzurlaube im Berliner Umland. Im Schatten einer beeindruckenden Kirche bewunderte ich gerade das imposante Bauwerk, als sich eine Hochzeitsgesellschaft auf dem Kirchplatz versammelte. Ohrenbetäubendes Glockengeläut kündigte die bevorstehende Trauungszeremonie an. In diesem Moment flatterte mir etwas Undefinierbares auf die Brillengläser. Um wieder klaren Durchblick zu erhalten, nahm ich meine Brille ab und entfernte die Verschmutzung. Ein leises, kaum hörbares Klicken ließ mich danach beim Aufsetzen der Brille Böses ahnen. Bestürzt hielt ich den linken Bügel in meiner Hand, während ich das Gestell samt Gläser mit der rechten Hand retten konnte. Fassungslos starrte ich auf den Rest meiner Sehhilfe. Derart plötzlich und völlig unerwartet meiner Sehkraft beraubt, begriff ich sekundenschnell das komplette Ausmaß dieses persönlichen Ärgernisses. Wäre ich in manchen Dingen nicht so nachlässig und unbedarft, wäre ich für ein solches Malheur besser vorbereitet gewesen.



Brille kaputt – Zum Glück noch Glück gehabt

Was macht man als Kurzsichtige am Samstagnachmittag in einer fremden Kleinstadt mit einer beschädigten Brille? Eins stand jedenfalls fest: So schnell wie möglich musste für eine Ersatzbrille gesorgt werden. Ohne Augengläser bin ich so gut wie hilflos. Und, mit Schrecken dachte ich daran, wie sollte ich ohne Brille Auto fahren? So stellte ich mir die restlichen Urlaubstage nicht vor! Doch viel Zeit zum Zaudern blieb mir nicht. Mein Begleiter griff geistesgegenwärtig meine Hand. Eilig zog er mich durch die Gassen der Altstadt. Gerade noch rechtzeitig entdeckten wir einen Optiker. Fünf Minuten vor Ladenschluss stürzten wir atemlos in das Geschäftslokal. Doch die Auswahl an Damenbrillen war in meiner Situation recht beschränkt.

Eine Optikerin macht Überstunden

Schnell erkannte die Optikerin mein Dilemma. Mit unendlicher Geduld suchte sie nach einem Brillengestell, in welches meine Gläser eingepasst werden konnten. Obwohl bereits Ladenschluss war, ließ sie sich nicht aus der Ruhe bringen und zauberte meine „Ersatzbrille“ zurecht. Wie froh war ich, wieder klar sehen zu können! Den freundlichen, doch unüberhörbar moralischen Hinweis der Optikerin nahm ich betreten lächelnd entgegen. Sie hatte ja Recht! Als Autofahrer sollte man stets eine Zweitbrille bei sich führen.

Seitdem war ich nie mehr „Ohne“ unterwegs. Denn auf diese Art von Nervenkitzel verzichte ich gern…

Foto:  iha31, pixabay

SocialPosition

Marianne Rauch und ihre Sicht der Dinge…
Bloggerin bei SocialPosition, Standort Berlin
„In jedem Einzelnen von uns steckt die Kraft, Veränderungen in unserer Welt positiv zu beeinflussen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

2 × 5 =

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close