Sandy – Fluch oder Segen zugleich?

Angekündigt als Monster-Sturm versetzt der Hurrikan Sandy die amerikanische Ostküste in Alarmbereitschaft. In Anbetracht der zu erwartenden Flutwellen und einhergehenden Verwüstungen werden in New York U-Bahnschächte gesperrt, Brücken dürfen nicht mehr passiert werden, Menschen werden evakuiert. Das normale Leben steht für Stunden still; selbst die Geschäfte der New York Stock Exchange in der Wall Street ruhen. Trotz Ausnahmezustand und verhängtem Notstand scheinen sich die New Yorker gelassen zu geben. Die Stadt hat schon viel erlebt und immer bewiesen, dass sie sich nicht erschüttern lässt. Auch diesmal nicht. Selbst nicht durch die Ankündigung, dass verheerende Schäden zu erwarten sein werden und dass auch mit Toten zu rechnen sein wird. Aus den betroffenen Gebieten berichten Reporter und lassen uns den herannahenden Sturm sowie das flutende Wasser miterleben. CNN-Reporter stehen teils Knöchel tief, teils bis zu den Knien im Wasser, trotzen dem peitschenden Wind und berichten über ein Ereignis, welches die Bürger in Würde zu erwarten scheinen.

Stürme und Hurrikans – Naturkatastrophen

Hurrikan Sandy, eine Naturkastrophe. Menschen bleibt nichts anderes übrig, als sie zu ertragen, sich zu schützen und in Sicherheit zu bringen. Doch eignen sich Katastrophen nebenher vortrefflich, sie medienwirksam umzusetzen und zu präsentieren. Die Netzwerke wie Facebook, twitter, youtube u.a. sind beliebte Kanäle, die restliche Welt am Grauen teilhaben zu lassen. Einschaltquoten der Nachrichtender steigen, Livestreambilder werden übertragen. Nicht zu vergessen sind natürlich die Hobbyfilmer, die mit etwas Glück sensationelle Aufnahmen festhalten um ihrerseits Aufmerksamkeit und kurzen Ruhm erhaschen zu können.

Sind Naturkatastrophen nützlich für die Politik?

Im Falle der anstehenden Präsidentenwahl in den USA kann sich das Desaster durchaus positiv auf einen Wahlerfolg des amtierenden Präsidenten Obama auswirken. Wenn er richtig reagiert und keine Fehler macht. Und das hat , so laut ARD Tagesschau, Obama bisher getan. Er hat keine Fehler gemacht. Obama steht zu seinem Volk, verspricht Hilfe, hat tröstende Worte. Die mangelnde Präsenz Präsident Bushs in den Katastrophengebieten beim Hurrikan „Katrina“ 2005 scheint in Erinnerung zu sein. Obama sagte Wahlkampftermine ab. Er zieht es vor, vor Ort zu sein. Aus Katastrophen Lehren ziehen…weit gefehlt, wenn man glauben würde, die Menschen würden zum Umdenken bewegt. Darüber nachdenken, inwieweit der Mensch mit an den Naturereignissen beteiligt ist. Das Abholzen der Regenwälder, die Erderwärmung, der CO2-Ausstoß, der Klimawandel…Nein. Wenn es schon so ist, dann wenigstens medienwirksam. Der Profit lauert überall.

The day after, der Super-Storm ist über die Ostküste hinweg gezogen. Resümee der Vernichtung: Auf seinem Weg ins Landesinnere mindestens 30 Tote und Schäden in Millionenhöhe. Über 8 Millionen Menschen sind landesweit ohne Srom. Zu guter Letzt ringt mir die Lebenseinstellung, Kraft und Stärke der Amerikaner Bewunderung ab.

Bereits einen Tag, nachdem der Super-Storm Sandy die Stadt zu großen Teilen verwüstete, spricht man von Ärmel hochkrempeln und es stellt sich wieder ein Stück Normalität ein. Ein Bewohner zeigt lächelnd, wie hoch sein Haus in den Fluten unter Wasser stand. Sein Wagen indes ist völlig „abgesoffen“. Versicherung vorhanden? Nein! Lachend hebt er die Arme und sagt, dass er es nicht ändern könne.

Foto: PDPhotos, pixabay

SocialPosition

Marianne Rauch und ihre Sicht der Dinge…
Bloggerin bei SocialPosition, Standort Berlin
„In jedem Einzelnen von uns steckt die Kraft, Veränderungen in unserer Welt positiv zu beeinflussen.“

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close