Todesfall-Risiko durch Narkose in Kliniken

Fängt man erst einmal an, sich mit diesem Thema zu beschäftigen, kann einem Angst und Bange werden. Folgeschäden oder Tod durch Narkose – jährlich trifft es tausende Patienten. Allein durch resistente Keime verlieren 30.000 bis 50.000 Menschen pro Jahr ihr Leben. Neben mangelnder Hygiene in den Krankenhäusern versagen die einstigen Wundermittel, die Antibiotika, im Kampf gegen zerstörerische Keime. Zu häufig und zudem oft nicht sachgerecht eingesetzt, verlieren die Wirkstoffe ihre Wirkung. Die Entwicklung sowie Herstellung einer neuen Generation wirkungsvoller Antibiotika ist teuer. Ändert sich deshalb nichts an den katastrophalen Zuständen? Lässt sich die Gewinnspanne der Pharmaindustrie nicht ausreichend kalkulieren?

Tragische Schicksale in Krankenhäusern

Von tragischen Schicksalen, die sich während eines Klinikaufenthaltes ereignen, hört man immer wieder. Schon seit langem ist bekannt, dass man u.U. kränker aus dem Krankenhaus zurückkehrt, als man hineingegangen ist. Erschreckend hoch ist jedoch die Zahl derer, die nicht mehr heimkehren. Ging vor Kurzem noch die Meldung durch die Presse, über 19.000 Menschen erliegen einer Krankenhaus-Infektion, wurde die Zahl der Todesfälle weit nach oben korrigiert. Dabei sind nicht nur alte oder chronisch kranke Menschen infektionsgefährdet.

Operationen sind Belastungen für den Körper

Medizinisch notwendige Eingriffe, egal ob große oder kleine, sind immer eine Belastung für den Körper. Ob es sich um Notfalloperationen oder schmerzhafte Zahnbehandlungen handelt – sobald eine Narkose notwendig wird, steigt das Risiko einer Komplikation für den Patienten. Zwar wird sich jeder Arzt sowie Anästhesist um umfassende Aufklärung sowie Berechnung nebst Durchführung der „richtigen“ Betäubung bemühen, doch niemand scheint vor unerwarteten Zwischenfällen sicher zu sein. Am wenigsten der Patient. Die faz.net berichtet von zu vielen Todesfällen durch Narkosen. Allerdings muss sehr fein zwischen Tod durch Narkose und Tod während der Narkose unterschieden werden. Viele Faktoren, wie z.B. Vorerkrankungen, tragen zu tragischen Verläufen bei. Die Angst vieler, nach einer Narkose nicht mehr zu erwachen, ist verständlich und durchaus nicht unbegründet.

Ärztliche Kunstfehler

Falsche Behandlungsmethoden sowie ärztliche Kunstfehler erweitern die Risikoliste, derer man sich bewusst sein sollte. In vielen Fällen jedoch bleibt gar keine Wahl. Im Notfall sind ein stationärer Klinikaufenthalt, einschließlich eventuell durchzuführende Operationen, lebensrettende Maßnahmen. Angst und Bange helfen nicht weiter, das Schicksal des Einzelnen liegt in solchen Momenten in anderen Händen. Trotz der alarmierenden Risiken bleibt das Bedürfnis der Patienten nach Vertrauen – Vertrauen in die Kompetenz deutscher Ärzte und Krankenhäuser. Das Bedürfnis, als Mensch und Patient die bestmögliche Behandlung sowie Versorgung zu erfahren.

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