Verbrauch der Weltressourcen

Die Erde, ein Selbstbedienungsladen, so unerschöpflich wie das Universum? Wäre sie nicht der ständigen (Aus)Nutzung der Menschen unterworfen, vielleicht. So aber ächzt sie unter der Ausbeutung ihrer Ressourcen und schafft es nicht mehr, sich in angemessener Zeit zu regenerieren.

Sämtliche natürlichen Ressourcen für 2012 haben die Menschen bereits im August laut WWF verbraucht.

Was bedeutet das konkret?

Die natürlichen Ressourcen unserer Erde wie Holz, Fische, Früchte aus der Landwirtschaft und das Potenzial der CO2-Speicherung in der Biosphäre werden schneller verbraucht, als die Erde in der Lage ist, wieder zu erbringen. Das bedeutet, dass der „Vorrat“, der für ein gesamtes Kalenderjahr reichen würde, bereits, wie in diesem Jahr, am 22. August aufgebracht war. Die Menge der verbrauchten Ressourcen steht mit der Menge, die die Erde regenerieren kann, nicht mehr im Gleichgewicht, und das schon seit den 80iger Jahren nicht mehr. Dies errechnete die Organisation Global Footprint Network, ansässig im kalifornischen Oakland, anhand statistischer Daten.

Welterschöpfungstag – ob die Erde sich jemals erholt?

Der sogenannte „Welterschöpfungstag“ oder auch „World Overshoot Day“ rückt immer näher. Berechnete sich 1987 noch der 19. Dezember, sind wir nun im August angelangt. Eng besiedelte Industrieländer wie die USA, Deutschland oder Frankreich tragen neben der gewachsenen Weltbevölkerung einen höheren Anteil am Verbrauch. Allein Deutschland hätte im Jahr 2010 bereits im Mai seinen Anteil an den Weltressourcen ausgeschöpft. Bereits heute reicht uns eine Erde nicht aus, ein halber Erdball mehr würde eventuell das Defizit ausgleichen. Würden jedoch alle Länder so viel wie Deutschland verbrauchen, so ergab eine Trendberechnung für 2012, wären 2,57 Erden nötig.

World Overshoot und die Folgen

Die Folgen dieser Entwicklung sind bereits heute spürbar; Klimawandel, Wasserknappheit, Artensterben. Der Mensch verdrängt Tiere und Pflanze in verstärktem Ausmaß. Doch was lassen wir eines Tages übrig? Was sagen wir unseren Kindern, Kindeskindern und deren Kinder. Die Verantwortung liegt bei uns Menschen, heute und in der Gegenwart. Und wenn das Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz davon spricht, dass bis 2050 die Treibhausgasemissionen im Minimum 80 Prozent reduziert werden müssten, um den Klimawandel zu begrenzen, so ist die Entwicklung doch offensichtlich nicht zu stoppen.

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