Welterschöpfungstag – Verbrauch der Weltressourcen

Die Erde, ein Selbstbedienungsladen, so unerschöpflich wie das Universum? Wäre sie nicht der ständigen (Aus)Nutzung der Menschen unterworfen, vielleicht. So aber ächzt sie unter der Ausbeutung ihrer Ressourcen und schafft es nicht mehr, sich in angemessener Zeit zu regenerieren.  Wir haben Earthovershootday bzw. Welterschöpfungstag.

Die natürlichen Ressourcen unserer Erde wie Holz, Fische, Früchte aus der Landwirtschaft und das Potenzial der CO2-Speicherung in der Biosphäre werden schneller verbraucht, als die Erde in der Lage ist, wieder zu erbringen. Ab dem Welterschöpfungstag ist alles nur geborgt.

Was bedeutet das konkret?

Weltschöpfungstag - Verbrauch der Weltressourcen
Der Welterschoepfungstag wird jedes Jahr errechnet.

Das bedeutet, dass der „Vorrat“, der für ein gesamtes Kalenderjahr reichen würde, immer früher vor Jahresende aufgebraucht ist. Die Menge der verbrauchten Ressourcen steht mit der Menge, die die Erde regenerieren kann, nicht mehr im Gleichgewicht. Diese Entwicklung geht auf Beobachtungen seit den 1980ziger Jahren zurück. Dies errechnete die Organisation Global Footprint Network, ansässig im kalifornischen Oakland, anhand statistischer Daten.

Welterschöpfungstag – ob die Erde sich jemals erholt?

Der sogenannte „Welterschöpfungstag“ oder auch „World Overshoot Day“ rückt immer näher. Berechnete sich 1987 noch der 19. Dezember, folgte später der August. Eng besiedelte Industrieländer wie die USA, Deutschland oder Frankreich tragen neben der gewachsenen Weltbevölkerung einen höheren Anteil am Verbrauch. Allein Deutschland hätte im Jahr 2010 bereits im Mai seinen Anteil an den Weltressourcen ausgeschöpft. Bereits heute reicht uns eine Erde für den Verbrauch der Weltressourcen nicht aus. MIndestens ein halber Erdball fehlt, um hier auftretende Defizite ausgleichen. Würden jedoch alle Länder wie Deutschland so viel der Weltressourcen verbrauchen, wären 2,57 Erden nötig. Dies ergab eine Trendberechnung bereits für 2012.

World Overshoot und die Folgen

Die Folgen dieser Entwicklung sind deutlich spürbar. Klimawandel, Wasserknappheit sowie Artensterben in Fauna und Flora nehmen zu. Der Mensch verdrängt Tiere und Pflanzen in verstärktem Ausmaß. Doch was lassen wir eines Tages übrig? Was sagen wir unseren Kindern, Kindeskindern und deren Kinder? Die Verantwortung liegt bei uns Menschen, heute und in der Zukunft. Und wenn das Schweizer Portal für Natur- und Umweltschutz davon spricht, dass bis 2050 die Treibhausgasemissionen im Minimum 80 Prozent reduziert werden müssten, um den Klimawandel zu begrenzen, so ist es höchste Zeit zum Umdenken. An neuen Technologien kann es nicht liegen. Denn wie beispielsweise das Greentech Festival zeigt, sind durchaus „Umdenker“ unterwegs, die mit grünen Technoliegen neuen Wind in festgefahrene Strukturen bringen. Nachhaltigkeit und Innovation zum Wohl der Umwelt sind angestrebt, und damit auch zum Wohl für uns Menschen

Foto: geralt, nevillekingston, pixabay

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