Video-Dolmetschen – Hilfe für Fremdsprachler in der Bahnhofsmission

Was tun, wenn Hilfe erforderlich ist, doch fremde Sprachen unüberwindbar scheinen? Eine Herausforderung, die die Deutsche Bahn Stiftung gemeinsam mit der Bahnhofsmission seit diesem Jahr mit dem Projekt „Video-Dolmetschen“ angeht. Ein gesponserter Beitrag.

Man sagt, der kürzeste Weg ist ein Lächeln. Dies allein reicht leider zur Verständigung nicht aus, erst recht nicht, wenn Sprachbarrieren bestehen. Besonders brenzlig kann es werden, wenn Rat, Hilfe und Unterstützung benötigt werden und man gegenseitig die Sprache nicht versteht. Kann man sich weder auf Deutsch noch auf Englisch miteinander verständigen, bleiben Problemsituationen oft ungelöst. Hilfeleistungen können unter Umständen nicht in dem Maße erbracht werden, wie sie eigentlich notwendig wären. Ein unbefriedigender Zustand für alle Beteiligten. Häufig erleben dies die meist ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter in den 104 Standorten der Bahnhofsmission im Rahmen ihrer täglichen Arbeit. Für die Überwindung von Sprachbarrieren steht das Projekt „Video-Dolmetschen“, von der Deutsche Bahn Stiftung in Kooperation mit der Bahnhofsmission ins Leben gerufen.

 

 

Video-Dolmetschen – das Projekt ist bereits am Start

Die Geschichte der Bahnhofsmission geht bis in das Jahr 1894 zurück. In Berlin ursprünglich zum Schutz von Frauen gegründet, gilt sie schon längst für alle Menschen, die in Not geraten sind, als erste Anlaufstelle. Egal, aus welchen Gründen bzw. was die Ursachen für persönliche Notlagen sind und aus welchem Herkunftsland Hilfesuchende die Bahnhofsmission aufsuchen, hier wird niemand abgewiesen. Auch sind Ängste oder Scham Notleidender fehl am Platze, denn das Hilfsangebot ist kostenlos und Hilfesuchende bleiben anonym. Im Zuge der Globalisierung treffen deutlich mehr Menschen mit unterschiedlichen Sprachen aufeinander, sodass erhebliche Verständigungsschwierigkeiten an der Tagesordnung sind. Um für diejenigen, die weit weg sind von ihrer Heimat und sich überwiegend nur in ihrer Muttersprache verständigen können, wertvolle Hilfe leisten zu können, ging die Deutsche Bahn Stiftung mit einer einzigartigen Idee an den Start: Video-Dolmetschen.

Video-Dolmetschen – Verständigung auf Knopfdruck

Verständigung auf Knopfdruck für alle Beteiligten ist dank moderner Technik möglich, denn die Grundlage schafft eine entsprechende Software. Ausgestattet mit einem Tablet wird den Mitarbeitern der Bahnhofsmission aktives Helfen und Unterstützen durch das Video-Dolmetschen erheblich erleichtert. Rund 60 fremde Sprachen sind in der Auswahl, die mittels Video-Dolmetschen übersetzt werden können. Per Knopfdruck wird eine Verbindung mit dem Tablet zum entsprechenden Dolmetscher hergestellt, dem sich der Hilfesuchende über seine Notlage in seiner Sprache mitteilen kann. Anschließend erfolgt die deutsche Übersetzung, damit die Mitarbeiter der Bahnhofsmission entsprechend der Situation handeln können. Sind die Sprachbarrieren überwunden und Notlagen wie z. B.

  • finanzielle Schwierigkeiten
  • soziale Not
  • Erkrankungen, psychisch oder physisch
  • Hunger, Durst
  • Kleidung

klar definiert, ist eine zielgerichtete Lösung möglich.

Sprachbarrieren überwinden – Video-Dolmetschen hilft

Das Kooperationsprojekt der Deutsche Bahn Stiftung und der Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission startete in diesem Jahr. Bisher erleichtert und unterstützt das Projekt Video-Dolmetschen die Hilfs- und Beratungsqualität der Mitarbeiter an fünf Standorten.

  • Karlsruhe
  • Köln
  • Frankfurt
  • Berlin-Ostbahnhof
  • Essen

Weitere sollen folgen, um bundesweit die Arbeit der Bahnhofsmission zu unterstützen.

Foto: Capri23auto, pixabay

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