Wahlkampf 2013 – Parteien auf Stimmenjagd

Keine vierzehn Tage mehr und dann heißt es: Wählen! Der 22. September bedeutet für so manchen Bundesbürger, sich der Gewissensfrage zu stellen. Welche Partei soll man wählen, welchem Direktkandidaten seine Stimme geben? Oder sich gar dem politischen Rummel entziehen und seiner „Bürgerpflicht“ nicht nachkommen? Letzteres würde im Trend liegen, denn die Wahlbeteiligung der Bürger ist in den letzten Jahren immer mehr gesunken. So ging das Jahr 2009 in die Geschichte ein; es war das Wahljahr mit der niedrigsten Wahlbeteiligung. Da bekanntlich jede Stimme zählt, werden die letzten Tage vor der Wahl von den Politikern noch fleißig genutzt. TV-Interviews, Plakatwerbung, Ansprachen bei Wahlveranstaltungen usw. Man hetzt von Veranstaltung zu Veranstaltung. Selten sind die Kandidaten so volksnah zu erleben wie im Wahlkampf. Bereitwillig stellen sie sich Fragen neugieriger Bürger, schütteln Hände, halten Smaltalk.

Beliebter Treff – Strassenfeste

Direktkandidaten besuchen dann auch schon mal gern Straßenfeste, auf denen sie mit ihrem „Parteistand“ vertreten sind. Neben der politischen Aufwartung erfreuen allerlei Aufmerksamkeiten wie kleine „Give aways“ die Festbesucher. Tüten mit Notizblöcken, Kugelschreibern, lesenswertes Infomaterial über die Partei, Luftballons usw. werden an die potenziellen Wähler verteilt. Bemüht sich doch jede Partei, ihr künftiges Regierungspaket als das einzig Richtige anzupreisen und Wahlversprechen so glaubhaft wie möglich darzustellen.

Wahlversprechen Veggie Day

Ob man nun die Ankündigung und den Vorschlag von Renate Künast, einen Veggie Day einzuführen, als Wahlversprechen betrachten darf, bleibt dahin gestellt. Auf jeden Fall stieß dieser Vorschlag der ehemaligen Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft auf erheblichen Widerstand und spaltete die Gemüter. Dies nicht nur im politischen Umfeld wie zum Beispiel bei der FDP, sondern auch in der Bevölkerung. Schließlich will sich niemand bevormunden oder sich etwas vorschreiben lassen. Schon gar nicht staatlich verordnet.

Renate Künast – Frontfrau bürgernah

Bei einem der Haltepunkte im diesjährigen Wahlkampf hatte ich in Berlin die Gelegenheit, mit der Frontfrau der Grünen Renate Künast über den Veggie Day zu sprechen. Auf die Frage nach der Bevormundung oder ob den Bürgern etwas vorgeschrieben würde, wies sie „auf die Zustände in der Landwirtschaft, in der Massentierhaltung sowie die Qualität des Fleisches hin. Insgesamt würde damit eine viel größere Bevormundung bestehen, da der Verbraucher nur das nehmen könne, was ihm geboten wird.“ Eine durchaus interessante Betrachtung, über die es sich lohnt, nachzudenken.

Unabhängig, von welcher Partei der Gedanke ausgesprochen wurde:

An einem Tag in der Woche ausschließlich Vegetarisches in Kantinen und Mensen anzubieten, halte ich für einen sehr vernünftigen Vorschlag!

Fotos: socialposition

 

 

 

SocialPosition

Marianne Rauch und ihre Sicht der Dinge…
Bloggerin bei SocialPosition, Standort Berlin
„In jedem Einzelnen von uns steckt die Kraft, Veränderungen in unserer Welt positiv zu beeinflussen.“

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