Weltkindertag – Konvention der Rechte von Kindern

Die Rechte der Kinder, den schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft zu stärken, ist Basis der Deklaration der Vereinten Nationen, die die Generalversammlung der UN am 20. November 1959 beschloss.

Das diesjährige Motto zum Weltkindertag lautet: Kindern ein Zuhause geben. Politik und Gesellschaft sind aufgerufen, die Rechte, Interessen sowie Bedürfnisse von Kindern wahrzunehmen, zu respektieren, zu stärken und zu schützen. Dazu gehört, Kindern einen Ort zu bieten, wo sie sich frei von Gewalt und Not kindgerecht in ihrer Persönlichkeit entwickeln können. Ein intaktes soziales Umfeld im Familienverbund ist dafür die wichtigste Grundlage.

Weltkindertag – Kinder stehen im Mittelpunkt

Auf die Deklaration zur Stärkung der Rechte von Kindern folgte 30 Jahre später im November 1989 die UN-Kinderrechtskonvention. Außer den USA haben alle Staaten die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert und sich damit völkerrechtlich verpflichtet, für das Wohl der Kinder Sorge zu tragen. Unabhängig von Geschlecht oder Herkunft gelten Rechte für Kinder

  • auf Leben
  • auf Bildung
  • Schutz vor Gewalt

auf der ganzen Welt. Alljährlich finden am Weltkindertag zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen statt. Sie alle möchten das Ziel erreichen, auf Benachteiligungen von Kindern aufmerksam zu machen, um die herrschenden Zustände zu verbessern. So sind beispielsweise Hilfsorganisationen unermüdlich im Einsatz, mit Aufrufen, Spendenaktionen sowie ehrenamtlicher Unterstützungsarbeit zum Wohle der Kinder tätig. Weltweit betrachtet ist dies leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Grundprinzipien der Konvention – die Realität sieht anders aus

Die vier Grundprinzipien

  • Das Recht auf Gleichbehandlung
  • Das Kindeswohl hat Vorrang
  • Das Recht auf Leben und persönliche Entwicklung
  • Achtung vor der Meinung und dem Willen des Kindes

sind die Säulen der UN-Kinderrechtskonvention, um deren Verwirklichung sich UNICEF einsetzt. Ein Vergehen an Kindern wird jedoch täglich praktiziert. Die traurige Realität, die weltweite Missachtung von Kinderrechten, spiegelt sich u. a. wider in:

  • Kinderarbeit
  • Kinderehen
  • Kinderprostitution
  • Kinderpornografie
  • Kindersoldaten
  • Kinderarmut
  • Kindersterben
  • sexuellem Missbrauch von Kindern, selbst in der Familie
  • Flüchtlingskinder wegen Krieg und Vertreibung

Die Opferzahl missbrauchter Kinder in allen Teilen der Welt wird sich nie vollständig beziffern lassen. Blickt man allein nach Deutschland, tut sich ein dunkles Kapitel der Kinderprostitution auf. Die ARD berichtete im Juni des Jahres über Narben, die nie verblassen und teilt von Kindern mit, die zur Prostitution gezwungen werden.

Foto: geralt, pixabay

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