Nachhaltigkeit – ersehnter Trend mit ethischer Mode

Das Thema Nachhaltigkeit erhält seit mehreren Jahren eine immer größere Aufmerksamkeit – auch im Bereich Mode. Erfahren Sie mehr über ethische Mode und die Herausforderungen.

Die Themen Nachhaltigkeit, ethische Mode und Slow Fashion werden in vielen Ländern zu einem immer größer werdenden Trend. Ein Grund dafür sind die sozialen Medien. Immer mehr Influencer machen auf die Missstände, Arbeitsbedingungen und gefährlichen Produktionsumstände aufmerksam

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Nachhaltigkeit beschäftigt immer mehr Menschen

Ein Resultat: Neue junge Marken mit nachhaltigen Konzepten sprießen nahezu aus dem Boden. Aber auch große Marken optimieren Ihre Herstellungsprozesse und setzten auf nachhaltige Materialien. Suchanfragen von Google Trends machen deutlich, dass sich die Nachfragen in den letzten Jahren stark verändert haben. Allein in Deutschland wurde zum Beispiel der Suchbegriff „Slow Fashion“ rund 1.000-mal im Monat gesucht.

Was ist ehtische Mode

Sobald Mode unter ökologischen und sozialen Umständen hergestellt wird, kann von ethischer Mode gesprochen werden. Darunter fällt sozial verantwortliches Handeln. Das bedeutet, die menschliche Würde sowie die Arbeits- und Menschenrechte bleiben unantastbar. Außerdem ist fairer Handel und auch die Rückverfolgbarkeit für ethische Mode von besonderer Wichtigkeit. Bei der Rückverfolgung geht es darum darauf zu achten, dass die sogenannte Supply-Chain transparent gehalten wird. Das heißt, dass es einen direkten sowie zuverlässigen Handelsweg gibt und dass die Produkte 1:1 von einer Fairtrade-Produzenten-Organisation stammen. Ferner findet die Beachtung von unabhängigen Kontrollen statt. Diese sorgen für Glaubwürdigkeit. Kontrollen sichern die Einhaltung aller versprochenen Richtlinien.

Zur ethischen Mode gehören auch ökologische Umstände

Unter die ökologischen Umstände ethischer Modeherstellung fallen die Themen biologische Herstellung und umweltfreundliche Produktion. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf dem Anbau und der Verarbeitung von umweltverträglichen Rohstoffen. Bei der Produktion wird anschließend darauf geachtet, dass auf unnötigen CO2-Austoß verzichtet wird und dass Wasserressourcen mit Bedacht eingesetzt werden. Auch wird der Einsatz giftiger Chemikalien weitestgehend vermieden.

Die Fashion-Produktion und Ihre Herausforderungen

Nachhaltige Mode ist kein Hexenwerk, aber auch nicht aus dem Effekt umsetzbar. Wer ethische Mode herstellen will, der stellt sich einigen Herausforderungen:

  1. Wasserverbrauch: Für Kleidung aus Baumwolle benötigt die Produktion beispielsweise im Schnitt 10.000 Liter Wasser pro Kilogramm. Einige Marken versuchen demnach, den Wasserverbrauch auf ein Minimum zu reduzieren.
  2. Gefährliche Chemikalien und Farbstoffe: Zum einen verschmutzen sie regionale Wasserkreisläufe und zum anderen sind sie sehr gefährlich für alle Produktionsarbeiter*innen.
  3. Kurzer Lebenszyklus: Mittlerweile bringen große Marken jährlich sechs oder mehr Kollektionen auf den Markt. Jede Kollektion besteht aus mehreren Kleidungsstücken, die tausendfach produziert sind. Viel wichtiger jedoch ist, dass die Qualität und nicht die Quantität im Vordergrund steht. Das bedeutet: weniger anbieten, weniger kaufen und bereits existierende Textilien länger verwenden.
  4. Nachhaltige Landwirtschaft: Viele Naturfasern werden unter Einsatz von Chemikalien wie Dünger oder Pestiziden angebaut. Diese sind sehr schädlich für Landwirt*innen, Produktionsarbeiter*innen sowie auch die Tierwelt.

Ein Umdenken in Sachen Nachhaltigkeit ist erkennbar

Trotz der Herausforderungen sind bereits viele Marken auf einem guten Weg zur nachhaltigen Modeproduktion. Aber nicht nur die Unternehmen selbst können etwas für den nachhaltigen Umgang mit Kleidung tun. Nachhaltigkeit startet bereits im eigenen Zuhause: Achten Sie beispielsweise auf Siegel und Zertifikate. Diese sind ein Indiz dafür, welche Unternehmen nachhaltig und tierversuchsfrei agieren. Weiterhin stammen Materialien wie Wolle, Leinen oder Seide aus einem nachhaltigeren Anbau und können im Nachgang leichter recycelt werden. Und haben Sie schonmal an Upcycling gedacht? Viele Teile, die uns nicht mehr gefallen, können wir ganz einfach umgestalten. Ihrer Kreativität sind hier keinn Grenzen gesetzt. Und wenn wir Zuhause und die Unternehmen in ihrer Produktion immer nachhaltiger werden, ist die Frage nach Fast Fashion schon bald Geschichte.

Anmerkung:

Für ethische Mode sezten sich immer mehr Influencer wie Marie Nasemann (@marienasemann), Charlotte Weise (@charlotte_weise) oder Madeleine Alizadeh (@dariadaria) ein.