Wehrlos für den Weihnachtsbraten

Das besinnlichste aller Feste anlässlich der Geburt Jesu Christi, welches unweigerlich in jedem Jahr immer näher rückt, verheißt uns nicht nur einen gefüllten Gabentisch. Zu gern wird ein Weihnachtsbraten aufgetischt, für den wehrlose Tiere aus der Massentierhaltung herhalten müssen.

Nein, es beschert uns überdies opulente Gaumenfreuden. So verführt es uns alljährlich zu schmackhaften und knusprigen Braten zum Genießen friedlicher Weihnachtsfeiertage. All dies aus althergebrachten, festsitzenden Gewohnheiten Das klassische Traditionsessen zum Fest, Entenbraten und Gänse- oder Putenkeulen. Wer kennt es nicht?

Für den Weihnachtsbraten haben Gänse- oder Putenkeulen Hochkonjunktur

Wehrlos für den Weihnachtsbraten
Einzig als Lebensmittel geahlten – Massentierhaltung und wehrlos für den Weihnachtsbraten

Wo man in der Vorweihnachtszeit auch hinschaut, leckere sowie raffinierte Rezepte für den Weihnachtsbraten findet man nicht nur in den Medien vor. Restaurants werben mit Plakaten und bunten Bannern für ihre reichhaltigen Weihnachtsmenüs. So soll man sich  mit Gänsekeulen, Klößen und Rotkohl im angenehmen Ambiente verwöhnen lassen. Die Nachfrage für das fein zerlegte Geflügel ist groß. Rechtzeitiges Reservieren wird empfohlen. Enten, Gänse und Puten haben Hochkonjunktur zur Weihnachtszeit, denn sie landen bevorzugt als Weihnachtsbraten auf dem Teller. Aber auch im restlichen Verlauf des Jahres müssen die Tiere ihr Leben für uns Menschen lassen. Und das nicht nur, um unsere Mägen zu füllen, sondern auch als billiges Material z.B. für die Textilindustrie. Das gegen jegliches Tierrecht verstoßende Abschlachten wiederholt sich täglich zig tausendfach.

Weihnachtsgeflügel aus Massentierhaltung – Will man wirklich solch einen Weihnachtsbraten?

Massentierhaltung, kranke, in schlechter Hygiene lebende Tiere, wer möchte solch einen Weihnachtsbraten? In Zeiten der Aufklärung über erbärmliche Missstände in der Tierhaltung mutet es schon merkwürdig an, wenn keine Verantwortung übernommen wird. Im Gegenteil, aus Traditionen heraus, aus Gewohnheit oder gar aus Unwissenheit wird lieber nicht hinterfragt. Sonst würde man sehen, woher der Weihnachtsbraten kommt, welches  Leid und Elend der Enten, Gänse und Putendem Gaumenschmaus zugrunde liegt. Sollte man sich darum Gedanken machen? Dem Appetit auf den leckeren Weihnachtsbraten tut das unter Garantie nicht gut.

Geflügel aus Freiland, mit genügend Auslauf und grüner Wiese

Von den meisten Menschen wird das Töten der Tiere als Notwendigkeit für die fleischliche Ernährung ohne zu Hinterfragen hingenommen. Trotz besseren Wissen bleiben die Augen vor den furchtbaren Missständen und Misshandlungen in der Nutztierhaltung verschlossen. Mit Sicherheit ist nicht allen Menschen bekannt und bewusst, wie schlimm grausam der Umgang mit den Tieren und die Tötungsmethoden wirklich sind. Es geht um Geld und Profit. Wie auch in so vielen anderen Bereichen. Flächendeckende Wirtschaftszweige werden bedient, die wiederum auch vom Verhalten der Verbraucher gesteuert werden. Mitleid für die wehrlosen Geschöpfe lässt sich in diesem Fall nicht in Gewinn umsetzen. Daher bleibt es leider noch lange ein Wunschdenken, jedem Geflügel freies Land zu bieten, um genügend Auslauf sowie ein tiergerechtes Leben zu ermöglichen. Wie gut, dass es inzwischen landwirtschaftliche Betriebe gibt, die diese Philosophie so gut wie möglich umsetzen.

Auf Foie Gras verzichten für den Tierschutz

Auch die als Delikatesse geltende Leberpastete, die Foie Gras, erfreut sich über das ganze Jahr größter Beliebtheit. Besonders natürlich zur Weihnachtszeit, als wäre sie eine ideale Ergänzung zum Weihnachtsbraten. Obwohl die Produktion der Stopfleber einschließlich Verkauf in einigen Ländern aufgrund der tierquälerischen Verfahrensweise verboten ist, lieben immer noch viele Menschen diesen kurzen Genuss. Zumindest diejenigen, die sich diese recht teure Delikatesse leisten können.

Jeder einzelne kann entscheiden, wie gut es seinem Weihnachtsbraten zu Lebzeiten geht

Ist es nicht um ein vieles angenehmer, wenn der Weihnachtsbraten schon aus tierischer Herkunft sein muss, dem Tier ein gutes Leben zu ermöglichen? Tatsächlich hat jeder, der darauf Wert legt, durch sein Verhalten die Macht, die Tierhaltung positiv zu beeinflussen. Tiere sind lebendige Geschöpfe.Wer bestimmt, sie in Massen für den Weihnachtsbraten zu töten? Tiere haben ein Recht auf Leben. Sie empfinden Freude, Schmerzen, Ängste; genau wie wir Menschen. Nur fehlt ihnen die Intelligenz um zu erkennen, welches Unrecht Menschen an ihnen begehen.

 

Fotos: PublicDomainPictures, Hundva, pixabay